Café Kogi Urwaldkaffee

Die Kogi sind ein Indianervolk, dass noch heute in den Bergen der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien lebt.

Abgeschottet von der Zivilisation bewahrten sie ihre ursprüngliche Lebensweise, ihre Riten und ihren Auftrag in dieser Welt, als „Hüter der Erde“, als unsere „Großen Brüder“. Durch die Vereinnahmung von Land und damit einhergehende Rodung der Wälder, ist der Lebensraum der Kogi jedoch bedroht. Durch den Verkauf des ungewöhnlichsten und wohl besten Urwaldkaffees überhaupt, dem Café Kogi, hat dieses Indianervolk die Möglichkeit sich sein Land zurück zu kaufen.

Kaffee aus Plantagen? Nein, aus dem Urwald!
In der Sierra Nevada wachsen die Kaffeebäume, deren Früchte den unverwechselbaren Geschmack des Café Kogi ausmachen, in Höhen von bis zu 1.700 Metern – so wie die Natur es will. Mitten im Wald. An steilen, lehmigen Hängen. Die Pflanzen werden nicht gedüngt, nicht in gut erreichbare Höhen zurechtgestutzt. Es wird keine zweite Ernte forciert, man begnügt sich mit einer. Die Kogi vertrauen einzig und allein auf die Kraft der Natur.

Jede einzelne Bohne wird unter Gebeten von Hand gepflückt und später noch zweimal von Hand sortiert. Die Ernte wird über weite Strecken, über unebene Wege getragen, bevor es in Säcken auf Eseln weitertransportiert werden kann. Dafür nehmen die Kogi bis zu zwölf Stunden Fußmarsch auf sich. Aber warum bloß?

Heilige Stätten bewahren
„Die Kogi sind die gewissenhaften Hüter einer Tradition, Philosophie und Art des Denkens, das in nahezu allen anderen Gegenden der Erde ziemlich gründlich durch die Ausbreitung unserer westlichen Kultur ausgerottet wurde“, so Oliver Driver, Organisationsentwickler, Autor und Unterstützer der Kogi. „Auch weil es bis vor wenigen Jahren, auf Grund der politischen Situation in Kolumbien, kaum jemand wagte die Sierra zu bereisen, gelang es den Kogi zwischen Drogen, Terror und Militär, ihren Lebensraum zu erhalten.“ Doch ihr Land, für das sie natürlich keine Urkunde besaßen, wurde verkauft. Landbesitz ist für Ureinwohner immer undenkbar gewesen. Die Kogi sagen, dass sie die Erde, ihre Kultur und unser aller Leben nur retten können, wenn sie ihr altes Land und insbesondere ihre heiligen Stätten befreien können. Wenn sie endlich wieder ihre alten Rituale an diesen Plätzen begehen, können sie die Funktion als „Hüter der Erde“ erfüllen.

Die Botschaft von Máma José Gabriel Limaco, Oberhaupt der Kogi
„Wir sind da, um dieses Gebirge zu beschützen, denn so beschützen wir die Erde und die Welt. Alle Gebirge liegen im Sterben, denn der Kleine Bruder zerstört sie, indem er Kohle und Öl daraus hervorholt und die Erde überwärmt. Wir sind dafür nicht verantwortlich, aber wir leiden darunter. Wir sind die Großen Brüder, es liegt in unserer Verantwortung, über die Erde und die Welt zu wachen. Wir müssen das Gleichgewicht bewahren, und wir führen dafür die ganze spirituelle und geistige Arbeit aus. Wir sind traurig zu sehen, dass nicht alle Menschengruppen das tun, was sie tun sollten, um die Erde zu achten. Wir brauchen den Kleinen Bruder, damit er uns hilft. Ihr müsst die Erde und die Welt verstehen lernen. Der Kleine Bruder muss uns helfen, unsere Erde wieder zurückzuerhalten. Helft uns, das Herz der Welt zu schützen!“

Café Kogi Uwaldkaffee Mama Jose Gabriel Limaco

Der Verkauf ihres Kaffees kann das ermöglichen!
„Jedes Paket der gerösteten Bohnen erinnert daran, dass es 1.600 Familien in der Sierra gibt, die sich um die Erde sorgen“, erzählt uns Oliver Driver. Die Ureinwohner kümmern sich um die Café Kogi-Kaffeebäume, die mitten im Wald zwischen Avocado-, Papaya- und Mangobäumen wachsen. Im Gegensatz zu den Sträuchern wie wir sie in der Werbung für Filterkaffee sehen, ist die natürlich wachsende Kaffeepflanze eher ein Baum, der einige Meter hoch wächst. Gerade die alten Bäume sind für die Kogi enorm wichtig. Sie sind die Ahnen aller jüngeren Kaffeepflanzen, sie sind Schutzherren, ihnen gilt besonderer Respekt. Ihnen bringt man Opfer dar. Während wir die Natur zu beherrschen versuchen, lebt dieses Indianervolk im Einklang mit ihr. Die Kogi dringen in den Rhythmus der Natur ein.

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Den Ursprung erhalten
Die Kogi brauchen nichts aus unserer Zivilisation. Sie wollen so weiterleben wie seit Jahrhunderten. Der Café Kogi ist ein Symbol für die Zusammenarbeit, er soll ein Bindeglied zwischen den Völkern werden. Café Kogi steht für Gemeinschaft und Balance. Er erinnert uns daran, dass wir alle für das Gleichgewicht der Erde verantwortlich sind. Ein einigartiger Kaffeegenuss der verbindet.

Quelle (ausführlicher Artikel): LEBE natürlich Gesundheitsmagazin 2/2015 (Link zum vollständigen Artikel)

Café Kogi ist ein ethik trade-Produkt!